Franz auf Teneriffa im Jänner 2016

Flucht vor der Winterkälte nach Teneriffa 🙂

Die Kanarischen Inseln sind für ihr mildes Klima das ganze Jahr über bekannt. Auch im Jänner, wenn es bei uns (manchmal noch) sehr kalt ist, lässt es sich dort im Poloshirt gut aushalten. Lediglich abends ist es manchmal angenehm, etwas Leichtes zusätzlich überzuziehen. Und so bin ich jedes Jahr auf einer der Inseln. Heuer hat es mich wieder einmal nach Teneriffa verschlagen.

Unter anderem will ich heuer den Teide besteigen, den Sonnenuntergang fotografieren und anschließend oben im Refugio übernachten. Am nächsten Tag will ich dann den Sonnenaufgang fotografieren und anschließend wieder zu Fuß herunter wandern.

Und darüber hinaus will ich ganz konzentriert die Sehenswürdigkeiten der Insel erleben.

Tag 1 – Auditorio de Tenerife

Ich lande am Nachmittag. Hole meinen Mietwagen vom Airport ab und mache mich auf den Weg zu meinem Hotel. Mit dem Navi auf dem iPad geht das insgesamt recht gut. Checke ein und alles macht einen sehr guten Eindruck. Will noch einen kleinen Ausflug machen und besichtige auf diesem das ganz in der Nähe gelegene Auditorio de Tenerife.


© Franz J. Fahr

Nach einer Gegenlichtaufnahme der tiefstehenden Sonne am Auditorio kehre ich ins Hotel zurück.

Tag 2 – „Weg der Sinne“ im Parque Rural

Heute besuche ich den Parque Rural im Anaga Gebirge.

Das Anaga-Gebirge (spanisch: Macizo de Anaga) liegt im Nordosten Teneriffas. Es ist in West-Ost-Richtung 20 km lang und erstreckt sich von Norden nach Süden in einer Breite von 5 bis 10 km. Das Gebirge wurde vor sieben bis neun Millionen Jahren durch vulkanische Aktivitäten geformt. Die höchsten Punkte sind der Cruz de Taborno mit 1024 m Höhe im Westen des Gebirges und der Chinobre mit 909 m im Osten. Der Kamm des Massivs, der wegen Nebel und Regen die feuchteste Region der Insel bildet, ist mit Lorbeerwald bewachsen.

1987 wurde ein Naturpark gegründet, der 1994 als Parque Rural de Anaga unter besonderen Schutz gestellt wurde. Größter Ort im Anaga-Gebirge mit rund 700 Einwohnern ist Taganana, das in einem weit ausladenden Tal unweit der Atlantikküste liegt. Seit 2015 ist das Gebiet auchBiosphärenreservat.

Typisch für das Anaga sind auch die Wohnhöhlen im Vulkangestein, deren Fassaden und Innenausstattung denen ortsüblicher Einfamilienhäuser ähneln, so beispielsweise in Afur und Chinamada. Das Gebirge ist reich an Legenden über Hexen und Coven.

© Franz J. Fahr

Nach dieser schönen und ausgedehnten Wanderung kehre ich zurück nach Santa Cruz und lasse den Tag dort gemütlich ausklingen.

Tag 3 – Botanical Garden

Der Besuch des Botanischen Gartens von Teneriffa gehört zu den Fixpunkten einer jeden meiner Teneriffa-Reisen.

Der Jardín de aclimatación de La Orotava, auch Jardín Botánico de la Orotava, häufig einfach nur Botánico genannt, in botanischen Schriften auch latinisiert Hortus aclimatationis plantarum arautapae, ist ein Botanischer Garten in Puerto de la Cruz (dem alten Hafen von La Orotava) auf Teneriffa.

Ursprünglich wurde der „Jardín de aclimatación“ auf Order des aufgeklärt-absolutistischen Königs Karl III. von Spanien vom 17. August 1788 angelegt, um die von seinen Pflanzenjägern in denspanischen Kolonien der Neuen Welt gesammelten exotischen Pflanzen an das Klima in den königlichen Gärten von Madrid und Aranjuez zu gewöhnen.

Der Jardín de aclimatación war damals, nach dem Königlichen Botanischen Garten von Madrid, der ebenfalls von Karl III. initiiert wurde, der zweitälteste Botanische Garten Spaniens.

Das Projekt angeregt, den idealen Standort nach ausführlichen Keimungsversuchen ausgesucht, und den Garten anfänglich geleitet hatte Alonso de Nava y Grimón, VI. Marqués Villanueva del Prado (1757–1832). Das Gelände selbst war eine Schenkung von Don Francisco Francisco Bautista de Lugo y Saavedra, Señor de Fuerteventura.

Zwar starb Karl III. 1788, wenige Monate nach seinem Befehl, doch auch sein Nachfolger Karl IV. war dem Projekt gewogen. 1790 begannen die Arbeiten zu der nach Entwurfsplänen des Architekten Diego Nicholas Eduardo streng geometrisch geformten Anlage, abgeschlossen wurden die Arbeiten 1791. 1792 wurden die ersten 35 Pflanzungen sowie Ansaaten vorgenommen.

 

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